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Unsere Hündin ist eine wahre Meisterin der Manipulation. Sie kann zwar keine Wörter formulieren, hat aber eine Körpersprache und Mimik die bei Bedarf Mark und Bein erschüttern lässt. Hundeblicke können Eisberge schmelzen lassen aber auch Salzsäulen erschaffen.

Da gibt es zB. den Wie-kannst-Du-damit-leben-!-Blick . Dieser Blick kommt zum Einsatz, wenn man zB. gerade NEIN oder NEIIIIIIIIIIIIN gesagt hat. Diesen Blick bekomme ich auch serviert, wenn ich das absolute Lieblingsherrchen zum Zug gebracht und davonreisen lassen habe. Bis zur Herrchen-Rückkehr bekomme ich als Notfall-Ersatz-Fütterungs-Programm  von meinem Hund täglich genau diesen Schmoll-Blick serviert: beim Aufstehen, beim Mittagessen, abends auf dem Sofa…. überall. Mit etwas Glück stellt die beleidigte Hundedame dann ab dem 2. Tag auf den Mir-ist-alles-egal oder den Interessiert-Dich-ja-doch-nicht-Blick um. Ist das Herrchen wieder im heimischen Territorium angekommen, schaltet Madame ganz schnell zum Ich-find-Dich-Soooo-toll-bekomm-ich-was-zu-fressen-Blick um und springt wedelnd um das Super-Herrchen herum. Diese Freude ist echt und ehrlich, kann allerdings bei nicht erfolgter Belohnung in einen Wie-konnte-ich-mich-so-in-Dir-täuschen-!-Blick umschlagen. Wunderschön finde ich den Begeisterten-Hundeblick, wenn die Welt für sie so spannend ist, dass Isi nicht weis, welchem Aussenreiz sie zuerst nachgeben soll. Dann hat sie diese großen, begeistert aufgerissenen Augen und fröhlich hechelnd hängt die Zunge aus dem Maul. Ein Ausdruck, der in verschiedensten Comics gerne als Sabbergeste auch Menschen in`s Gesicht gezeichnet wird. Bei unserem Hund hat dieser Ausdruck  dagegen einen Ausstrahlung von so absolut reiner Begeisterung, dass man selber manchmal neidisch werden kann. 🙂

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