OLYMPUS DIGITAL CAMERA Schon Zsa Zsa Gabor wusste, dass man Männer ( …und Frauen) so nehmen muss, wie sie sind. Man darf sie aber nicht so lassen! Auch als Hund, kommt man da schnell drauf. Die Fragen drehen sich nur um das WIE. Wie erziehe ich meinen Menschen zu einem treuen, anhänglichen und liebevollen Herrchen/Frauchen? Was ist besser, Zähne zeigen oder positive Verstärkung? Kann auch ein ausgewachsener Mensch noch etwas lernen? Und – ganz wichtig – wo finde ich Unterstützung?Aber der Reihe nach: wer einen treuen, anhänglichen und liebevollen Menschen möchte, sollte schon bei der Auswahl auf die gewünschten Eigenschaften achten.

DIE AUSWAHL MEINES MENSCHEN

Möchtest Du ein ruhiges, gemütliches zu Hause? Dann suche bevorzugt nach gemütlichen, evtl. ältlichen Menschen. Willst Du viel Futter? Wenn der Mensch schon beim ersten Treffen ausreichend Leckerlis bei sich führt, ist das immer ein gutes Zeichen. Wenn Du „Leben in der Bude“ willst, halte Ausschau nach sportlichen Paaren mittleren Alters mit Kindern. Wenn Du Zigarettenqualm und Partys magst, halte Dich an Studenten. Natürlich skizziere ich nur Tendenzen, nicht jeder ältere Mensch ist ruhig und nicht jeder Student tanzt die Nächte durch, deshalb: beobachte gut!

WIE ÜBERZEUGE ICH EINEN MENSCHEN

Hast Du Deine Auswahl getroffen, dann musst Du es dem Menschen mitteilen. Energievolle Menschen wissen es zu schätzen, wenn Du Dich freudig bellend auf sie stürzt und ihnen die Waden leckst – Ausnahme: Hygienefanatiker. Aber die sind eh nicht gut für Dich. Ruhige Menschen überzeugst Du eher Durch einen schüchternen Augenaufschlag aus höflicher Distanz. Kinder mögen es, wenn Du den Kopf schief legst und mit dem Schwanz wedelst.

MEIN ZU HAUSE

Es ist ganz wichtig, dass Du Deinen Menschen konsequent Deine Bedürfnisse zeigst. Wenn Du gerne weich liegst, dann musst Du sofort das Sofa für Dich beanspruchen. Menschen schätzen es jedoch, wenn Du Ihnen auch ein Plätzchen darauf zuweist. So sind sie immer in Deiner Nähe. Störe Menschen nicht in der Küche – dort bereiten sie Dein Futter zu! Mache ihnen aber klar, dass Du regelmäßig schmackhafte Mahlzeiten brauchst. Den Napf aus angemessener Höhe auf die Fließen fallen lassen soll da schon wahre Wunder gewirkt haben. Auch winseln und an der Küchentür kratzen erinnert Deine Menschen daran, dass Du Hunger hast. Tolle Spielsachen findest Du im Wäschekorb, im Schuhregal, auch Zimmerpflanzen können als Spielpartner dienen.

GASSIRUNDEN

Menschen sind von Natur aus oft faul. Gassirunden fallen daher tendenziell gerne zu kurz und zu klein aus. Allerdings ist fast allen Menschen wichtig, dass Du Deine Geschäfte ausser Haus erledigst. Deshalb wird eine Gassirunde SELTEN beendet BEVOR Du Deine Notdurft verrichtet hast. Deshalb lautet die erste und wichtigste Gassirundenregel: Trainiere Deinen Schließmuskel!!! Je länger Du anhalten kannst, desto länger wird Dich Dein Mensch spazieren führen. Und glaube mir, das tut auch Deinem Menschen gut. Für Extraspaziergänge empfielt es sich zwischendurch winselnd an der Tür zu kratzen … dann wird Dein Mensch ganz schnell mit Dir raus gehen. Das funktioniert auch nachts sehr gut.

ZÄHNE ZEIGEN ODER POSITIVE VERSTÄRKUNG

Der Trend geht eindeutig zur Kuschelpädagogik und das ganz wörtlich. Wenn Dein Mensch etwas gut macht, dann lobe ihn! Ankuscheln steht bei Menschen ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Fröhlich hecheln und mit dem Schwanz wedeln eignet sich auch als Belohnung. Bestrafung durch knurren oder gar beißen ist sehr aus der Mode gekommen, da es mehr negative als positive Ergebnisse zeigt. Zudem zerstört es das Vertrauen Deines Menschen und das möchtest Du doch nicht. Solltes Du dennoch in einer unerwünschten Situation Dein Missfallen zum Ausdruck bringen wollen ist das sogenannte Stresspinkeln hilfreich. Aber auch das ist nur bei pädagogischen Notfällen empfehlenswert.

HUNDEFUTTER

Ein pädagogischer Notfall kann bei der Nahrungsversorgung auftreten. Manche Menschen haben keine Vorstellung, was uns Hunden wirklich schmeckt. So versuchen sie es zB. täglich mit den gleichen Pellets oder sie glauben, dass Käse, Fisch, Kartoffeln nicht gut für uns wären. Zeige Deinem Menschen was Du brauchst einfach dadurch, dass Du es Dir selber holst und wenn er Dir trotzdem wieder geschmacksverirrte Pellets vor die Nase stellt, dann friss sie auf und würge sie über dem Wohnzimmerteppich so oft wieder hoch, bis Dein Mensch Dich verstanden hat.

KANN AUCH EIN AUSGEWACHSENER MENSCH NOCH ETWAS LERNEN

Neueste neuronale Forschung bestätigt, was auch die Erfahrung schon lehrt: Ja! Auch ein aus Hundesicht steinalter Mensch kann noch eine Menge lernen. Wesentlich hinderlicher als das Alter sind menschliche Einstellungen wie: „Ich weis schon alles.“ oder „Mein Hund ist dumm“ Bei solchen Härtefällen holt Euch unbedingt Unterstützung bei Freunden und lest Ratgeber!

WO FINDE ICH HILFE

Nutzt unbedingt jede Gelegenheit um Euch mit Gleichgesinnten auszutauschen. Zur Not, müsst Ihr Euren Menschen von einem abgewandelten Gassirundenverlauf überzeugen um andere Hunde zu treffen ( schmeißt Euch mit Schwung in die Leine um die Richtung zu wechseln ).Es gibt auch zunehmend mehr gute Literatur von Hunden für Hunde. PS: Ursprünglich wollte ich hier ein super Buch empfehlen, aber eine Freundin hat mich auf die Gefahr der Schleichwerbung hingewiesen. Da ich inzwischen weis, dass es zahlreiche rechtliche Grauzonen in der Welt der Menschen gibt, bin ich lieber vorsichtig. Also, liebe vierbeinige Freunde, begleitet Eure Menschen mal in die Bibliotheken und Buchhandlungen … dort könntet Ihr auf interessante Bücher treffen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Wissen ist Macht! 😀

HABT IHR TROTZDEM NOCH FRAGEN?

Dann könnt Ihr sie natürlich wie immer stellen! In diesem Sinne: Haltet die Nase kühl! Eure Isi

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