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An manchen Tagen hängt die Motivation einfach zwischen den Kissen fest. Daran ziehen, zerren, rütteln und das Aussprechen von wüsten Drohungen nützen nichts. Der Rest des Körpers versucht trotzdem diversen Aufgabenstellungen nachzukommen und ist dabei ungefähr so erfolgreich wie ein Zombi bei der Schach-WM. 

Jaaaa, ja ich weiß, es gibt diverse Trashfilme in denen Zombis zu kognitiven Leistungen fähig sind, ich bin`s in diesem Zustand nicht. Nehme ich in so einem Zustand ein Instrument in die Hand, besteht meine Inspiration allein aus dem Gedanken, dass ich neues Klopapier kaufen muss. Versuche ich eine Rechnung für mein Fernstudium in den Taschenrechner einzugeben, merke ich 15 Minuten später, dass ich (anstatt zu tippen) geistig immernoch an der Frage festhänge, warum der Deckel des Taschenrechners gewitterwolken-blaugrau ist. Auf dem Hundespaziergang vergesse ich garantiert mein Handy mitzunehmen und mit Sicherheit läuft genau dann einer der Hunde im Wald einem Iltis hinterher. Nach 2 Stunden des Wartens (ich kann ja niemanden anrufen um mir beim Suchen zu helfen) frage ich mich ob mir das auch passieren würde, wenn der Taschenrechner alle und das Klopapier blaugrau wäre.

Nach gefühlten 3 Stunden schlappe ich mit beiden Hunden im Schlepptau wieder nach Hause. Nein, Gott sei Dank habe ich heute keine Schüler (meinen Zustand deckt keine Haftpflicht mehr ab). Heute ist ein reiner Lerntag – davon habe ich genau EINEN in der Woche, ist ja ein TEILzeitstudium. Aber der Luxus der freien Zeiteinteilung will mit neuem Wissen gerechtfertigt werden. Deshalb setze ich mich im gleichen desolaten Zustand an den Schreibtisch und ziehe wieder den Taschenrechner zu mir herüber. 30 Minuten später bemerke ich, dass ich mit dem Kopf auf der Tastatur eingeschlafen bin. Auf dem Display steht ERROR. Ich wusste garnicht das Taschenrechner so philosophisch sein können.

Ich werfe einen Blick auf die Aufgaben und die noch leere Seite des Spiralblocks daneben. Wahrscheinlich wäre es vernünftiger sich die Fingernägel zu lackieren als wieder auf dem Taschenrechner einzuschlafen. Einen Fernseher haben wir nicht, sonst wäre dies der perfekte Moment um den letzten Gehirnzellen mit einer Reality-Doku-Soap Sterbehilfe zu leisten. Ach ja, genau deshalb haben wir ja keinen Fernseher…ich wollte die grauen Zellen ja noch nutzen. Und genau in diesem Moment kämpft sich ein SINNVOLLER Gedanke durch den Nebel in`s Bewusstsein: KOFFEIN!!!

Allein das Warten auf den Wasserkocher erfüllt mich mit Vorfreude auf eine warme, dampfende Tasse frischer MoTEEvation. Mit etwas Milch und ganz wenig Kandis ist schwarzer Tee das einzige Getränk an dem ich mich in solchen Momenten wirklich festhalten kann. Ok, ok….ich brauche einfach das Koffein oder sagt man dazu Teein? Egal, auf jeden Fall wirkt es und ich kann jetzt aufhören zu bloggen und mich wieder an die Arbeit machen.

PROST!

 

 

 

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