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Meterologisch beginnt HEUTE der Frühling, praktisch hat es über Nacht geschneit. Auch ein diagnostizierter Kranker kann gesund sein und ein Gesunder kann als krank behandelt werden….In meiner Familie gibt es viele die inzwischen um die 80 Jahre alt sind und ebenfalls sind viele von ihnen überraschend fit und gesund. Ich kenne deutlich jüngere Menschen, denen es bedeutend schlechter geht. Das scheint im derzeitigen Gesundheitssysthem aber nicht gut anzukommen.

„Gelegenheit macht Fehldiagnosen“

Wir hatten in letzter Zeit eine auffällige Häufung skurrilster Erlebnisse im Zusammenhang mit älteren Verwandten und Ärzten. Zuerst wurde einem 80 jährigen die Diagnose „Grauer Star“ gestellt. Das ist eine Diagnose, über die man sich in seinem Alter eigentlich nicht wundert. Grauen Star kann man operieren, deshalb begab sich der frisch Diagnostizierte in eine Fachklinik. Bevor er operiert werden konnte, musste er allerdings vom Hausarzt ausreichende Gesundheit für die OP bescheinigt bekommen. Deshalb führte der nächste Weg zum Hausarzt. Dieser teilte ihm mit, dass er nicht mehr zu seinen Patienten zählen würde, er wäre ja nicht alle 3 Monate zur (grundlosen) Untersuchung gekommen. Das war der erste Schock.

Wo einen neuen Hausarzt finden?

Nun wohnt unser Verwandter in einer eher ländlich gelegenen kleineren Stadt. Hippe junge Ärzte lassen sich woanders nieder. Es besteht dort ein echtes Problem einen Hausarzt zu finden wenn man gerade von seinem alten an die Luft gesetzt wurde. Das Glück schien hold und unser Verwandter bekam einen Termin in einer anderen Praxis, dort wurde ihm auch OP-Tauglichkeit bescheinigt, ABER er hätte einen extrem starken Nagelpilz …

…und solle sich doch bei einem Chirurgen die Zehennägel ziehen lassen.

??? Konnte man das früher nicht auch anders behandeln ??? Die Überweisung wurde ausgedruckt und unser Verwandter ging wieder auf Ärztesuche, diesmal musste er also einen Termin bei einem passenden Chirurgen bekommen. Auch das schaffte er! Der Chirurg sah sich gründlich die angeblich extrem verpilzten Fußnägel an und schüttelte den Kopf, da war nichts was einer Behandlung bedürfte… die Nägel waren gesund und gesunde Nägel zieht man nicht. (Ach wirklich?) ABER zur Sicherheit solle der gesunde Kranke doch noch einen Hautarzt konsultieren. Die Überweisung war schnell gedruckt, sogar ein Termin beim Hautarzt konnte ergattert werden. Dieser schüttelte den Kopf, einen Pilz hätte der Patient nun wirklich nicht.

Die OP-Vorbereitung lief an…

…und unser nachweislich fitter Verwandter fand sich in der Fachklinik zur mehrstündigen OP-vorbereitenden Vermessung und Untersuchung der Augen ein. Es wurde gemessen und getestet und gemessen…aber ein behandlungsbedürftiger „Grauer Star“ konnte nicht gefunden werden. Ein Auge sei vollkommen gesund, im anderen gäbe es einen gaaaaaaaanz ganz leichten Anfang einer eventuellen Linsentrübung, welche noch LANGE keine OP rechtfertigte.

Ja wahnsinn, vollkommen gesund!

Nach diesen ganzen Schockdiagnosen konnten wir es fast nicht glauben. Da sollten ihm die Fußnägel gezogen und die Linsen aus den den Augen geschnitten werden – VÖLLIG OHNE GRUND. Für alle Mittelalterfans muss das nach einer guten Nachricht klingen: zumindest die Foltermethoden haben sich bis heute nicht geändert.

Aber wer behandelt die Ärzte?

Unser Hund hat grauen Star und die getrübten Linsen können wir mit bloßem Auge erkennen. Wie kann es sein, dass ein Augenarzt, mit Ausbildung und standardgerechter Ausstattung nicht erkennt, wenn Linsen NICHT getrübt sind? Und der Allgemeinarzt, bräuchte dieser vielleicht eine Augen-OP um kranke Füße wieder von gesunden unterscheiden zu können? Und was ist mit den ganzen wirklich kranken die keinen Hausarzttermin bekommen, weil ein sogenannter Arzt völlig gesunde Menschen grundlos alle 3 Monate zu sich bestellt unter der Drohung sie ansonsten aus seiner Kartei zu nehmen?

Leute, mich gruselt es!!!!

In diesem Sinne: bleibt alle bloß gesund!

 

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