„Vorsicht Blitzeis“ höre ich „Kennt man!“ denke ich…zumindest aus den Medien…..“Und“ denke ich weiter „…das kann mir als Fußgänger doch eigentlich egal sein, oder?“

Das war weit bevor ich vor einer Weile wie ein Käfer mit dröhnenden Schädel auf dem Rücken lag. Richtig gemein ist Blitzeis nämlich dann, wenn man Samstagabend um 18 Uhr feststellt, dass die Hunde auch Sonntags Futter brauchen und eine Diät im Winter ungerecht wäre. Hundefutter geht meistens in solchen Situationen unerwartet aus. „Naja“ dachten wir uns „So ein Spaziergang zum Supermarkt schadet uns nicht.“ Wie man sich doch irren kann.

Der Hinweg war schon schlimm. In Kaffeebohnen-Minni-Schrittchen rutschenden wir los. Bei jedem leichten Gefälle auf dem Geweg mussten wir vorsichtig da weitergehen, wo wir gerade hinrutschten. Einmal rutschte ich stehend in Richtung Straße ohne etwas dagegen tun zu können. Johannes musste mich wieder auf den Gehweg ziehen. Trotzdem schafften wir es irgendwie bis zum Supermarkt. Und auch in den Supermarkt.

Als wir wieder aus dem Geschäft kamen, lag neuer Nieselregen in der Luft. Die Wassertropfen perfektionierten die ohnehin schon fast geschlossene Eisdecke auf den Wegen. Mit noch winzigeren Kaffeebohnen-Minni-Schritten traten wir den Heimweg an. Ich dachte fast, dass wir irgendwie heil nach Hause kommen würden, da zog es mir die Beine Weg. Ich lag so schnell, so schnell konnte keiner gucken und Johannes wunderte sich, wo ich plötzlich abgeblieben war, bevor er auf die Idee kam eine Etage tiefer zu suchen.

Erst war ich mit dem Rücken, dann mit dem Hinterkopf auf dem Pflaster gelandet. Treffer, versenkt. Wahrscheinlich hat meine Filzmütze als Kopfschutz ganze Arbeit geleistet, denn inzwischen kann ich sagen, dass es keine Folgeschäden zu verzeichnen gibt. Nachdem ich mich vom ersten Schrecken erholt hatte, kam das nächste Problem das wohl jeder kennt der schon einmal Schlittschuhlaufen war: aufstehen! Alles ist glatt, wo stützt man sich da ab?

Mit brummenden Schädel und mieser Laune bewältigen wir den Rest des Weges auf der Strasse, diese war -dem Salz sei Dank!- nicht annähernd so gefährlich wie der Gehweg. Inzwischen hat mir mein Kopf den AusFLUG zum Supermarkt verziehen, und ich hoffe unsere Hunde wissen unseren Mut und Einsatz zu schätzen. Das nächste Mal wir wieder per Internet bestellt!

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