Ich habe das Gefühl wieder ganz am Anfang zu stehen. Vor unserem Umzug habe ich einfach eingekauft wie ich es gelernt habe. Meine Kriterien waren: schnell, günstig, ab und zu auch BIO. Das galt eigentlich für alles: Essen, Kleidung…Haushaltsgegenstände. Das kann ich jetzt, nach dem Umzug nicht mehr und habe das Gefühl ganz neu lernen zu müssen. Was ist passiert?
Wie so viele, waren auch wir der Meinung dass wir dies und jenes brauchen. So hatten wir irgendwann gefühlte 1000 „praktische“ Gegenstände die unser Leben „leichter“ machen sollten. Diese Gegenstände sind bei einem Umzug jedoch nur staubig und schwer. Wir haben deshalb bereits einige Wochen vor dem Umzug angefangen zu sortieren, zu verschenken, zu verkaufen und Müllsäcke zu befüllen. Es war unglaulich, von wie viel Dingen wir uns plötzlich trennen wollten, weil wir sie einfach nurnoch als Ballast empfunden haben. Wie wenig davon haben wir tatsächlich gebraucht, wo viel Kleidung ruhte im Schrank neben den Lieblingsstücken die ständig getragen wurden… Wir haben eindeutig mehr konsumiert als wir brauchten und eigentlich wollten. Damit hat mein und unser Umdenken begonnen.
Inzwischen denke ich darüber nach, ob mich die Dinge „glücklich machen“ oder ob ich einem kurzen Kaufimpuls nachgeben will. Ich frage mich, von wem und wo sie zu welchen Bedingungen hergestellt werden. Jeder volle Müllsack den ich runter bringe, lässt mich darüber nachdenken, ob diese Menge Abfall wirklich nötig war…..
….aber wenn Ihr denkt, dass es leicht ist plötzlich alles anders zu machen, so fühlt guck das für mich nicht so an. Im Gegenteil, nachhaltig, fair, ökologisch zu konsumieren verlangt mir einiges an Denkarbeit und Recherche ab. Ich werde bestimmt noch öfter davon erzählen.
Auf dem Bild seht ihr übrigens Rosenkohl aus der Region, eingekauft in einem verpackungsfreien Laden.

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