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Isidogblog

Über das kreative Leben und Reisen mit Hund…

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Fressen

Gemeinsam durch dick und dünn…

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Das Leben ist wie eine Achterbahnfahrt und unsere Hündin ist für uns der Schutzengel vom Dienst. Sie geht mit uns durch dick und dünn und wir lieben sie sehr! Manche Menschen, denen wir mitunter begegnen, zeigen ihre Liebe zum Tier durch Extraportionen. Die Folge sind dicke Doggen und Dackel, moppelige Möpse, schwere Schäferhude, rouladenartige Retriever…. es tut manchmal in der Seele weh dabei zuzuschauen wie so ein gewichtiger Hund angestrengt seine Gassirunde abarbeitet.

Es ist nicht immer leicht seinen Hund in Form zu halten. Einen stressigen Alltag hat jeder mal, so dass die Gassirunden etwas kürzer ausfallen. Und wer kennt ihn nicht den zu Recht berüchtigten „Hundeblick“, der das Herz erweicht und die Wurst in der Hand fast automatisch zur Schnauze lenkt. Manche Hundebesitzer scheinen ihre Hunde allerdings mit voller Absicht zu mästen. So trafen wir auf einer Hunderunde eine ältere Dame mit ihrem Mops. Frauchen und Hund standen uns schnaufend gegenüber und der kritische Blick der Dame wanderte prüfend über unsere 12kg Hündin. Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen und der Blick wanderte wieder zu uns. Mit Nachdruck in der Stimme fragte sie uns, „wie“ wir unseren Hund denn füttern würden. Nonverbal fragte sie uns „ob“ wir unseren Hund füttern. Ihr Blick forderte eine Antwort, in die kurze Stille hinein japste ihr Mops nach Luft. Isi versuchte vergeblich den Mops zum spielen aufzufordern. Die Dame erklärte uns mit einem stolzen Blick auf die Fellkugel an ihrer Seite, dass sie es zu schätzen wisse, wenn ein Hund „etwas mehr“ auf den Rippen hat, das mache die Tiere ruhiger…. Unser Hund dagegen sei eindeutig zu dünn!

Als wir ihr erklärten, dass wir lieber einen lebensfrohen Hund ohne Kreislaufprobleme haben, entgleisten ihr die Gesichtszüge und sie schnaufte sychron mit ihrem Hund bevor sie uns sichtlich entsetzt den Rücken zukehrte.

Ein suuuper Video zum Thema „Leckerchen-bei-Tisch“ haben wir bei Youtube gefunden und ihr findet findet es hier:

„Simons sisters dog – fed up“

Die Freundschaft hört beim (fr)essen auf!

Wir haben den liebsten Hund der Welt! Sie ist geduldig, friedfertig, soooo niedlich, schlau…. ABER ungeheuer verfressen. Cockerspaniel sind wandelnde Nahrungsvernichter. Dabei ist völlig egal ob es sich um gesunde, leckere oder müllnahe, eklige Dinge handelt. Hauptsache erstmal runterschlucken. Eventuell (nicht selten) muss es später wieder hochgewürgt werden, aber „was kümmert mich später„….denkt der Hund. Was „Hund“ aber genau weis:

A) Was lecker ist, wollen auch andere – da hört die Freundschaft auf.

B) Was nicht lecker ist, will mir erst recht gleich jemand aus der Schnauze nehmen, es muss wohl wervoll sein…

So entstehen für uns als akzeptierte Rudelmitglieder manchmal seltsame Situationen. So bin ich neulich meiner Hündin durchs Unterholz gefolgt um ihr (natürlich erfolglos) ein schimmeliges Stück Brot abzunehmen. WAS bitte macht ein schimmeliges BROT im Wald? Rennend würgte Isi den Ekelhappen hinunter und lief vorbei an einem wohlerzogenen Kleinhund, dessen Herrchen mich prompt fragte, ob mein Hund das öfter mache – so weglaufen. Das ist eine Frage der gleichen Kategorie wie: „Und, sehen sie schon lange Doppelbilder?“ oder „Denken sie öfter, dass Ihre tote Großmutter Ihnen Botschaften schickt?“ … da schwingt ein dezentes „Sie haben da was nicht im Griff! Wissen sie das eigentlich?“ mit. Um so ärgerlicher, wenn es auch noch stimmt.

Kaum hatte Isi ihr Stück Brot im Galopp vertilgt, kam sie auch schon wieder. War ja nichts mehr da zum wegnehmen. Nur wie das mit ehrlich ergaunertem Diebesgut nun mal so ist, es brachte kein dauerhaftes Glück. Ein paar hundert Meter weiter, wollte das Brot wieder retour in die Freiheit. Niemand der keinen Hund hat, kennt diesen peinlich berührten Hundeblick danach! Ein Blick der Gefühle transportiert wie „Verdammt, wie peinlich!“ Und „Ausgerechnet JETZT.“

Unser mittelgroßer kleiner Hund verhandelt mit anderen Hunden nicht über das Thema Essen. Einmal hatte ich meine Handtasche abgestellt. In Tüten sicher verpackt, transportierte diese Tasche neben zahlreichen anderen Dingen auch ein belegtes Brötchen. Das Brötchen war für später gedacht, deshalb war es mir im JETZT nicht geistig präsent. Kurzum, es kam ein doppelt so großer Hund vorbei. Es dauerte keine 2 Sekunden und der DoppeltGroß war wieder weg. Isi hatte mit einer zielsicheren Ohrfeige klargestellt zu wem die Tasche und damit der Inhalt gehört. Appetit spielt bei unserer Hündin offensichtlich eine wichtigere Rolle als Körpergröße oder Freundschaft.

Nun nutze ich schnell den tiefen Nachtschlaf unserer Hündin um erfolgreich unseren Kühlschrank zu plündern! 😀

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